Bayreuther Friedensgespräche mit Hanna Israel - Brücken bauen durch Dialog

Am 17. Juli 2025 kamen im Rahmen der Bayreuther Friedensgespräche rund 40 Gäste in der Stadtbibliothek Bayreuth zusammen. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Bayerischen Wissenschaftsallianz für Friedens-, Konflikt- und Sicherheitsforschung (FoKS) statt und widmete sich der Frage, wie Dialog gesellschaftlicher und politischer Polarisierung entgegenwirken kann.
Die Berliner Journalistin Hanna Israel berichtete von ihren Erfahrungen als Leiterin von My Country Talks (2020 bis 2024), einer internationalen Initiative, die Menschen mit gegensätzlichen politischen Ansichten miteinander ins Gespräch bringt, nach dem Prinzip „wie Tinder, nur für Politik“. Anhand konkreter Geschichten und wissenschaftlicher Erkenntnisse zeigte sie, wie persönliche Gespräche dazu beitragen können, Polarisierung abzubauen und gegenseitiges Verständnis zu fördern.
Israel ging außerdem auf die Bedeutung des konstruktiven Journalismus ein. Dieser richtet den Blick stärker auf mögliche Lösungen, anstatt Konflikte vor allem zuzuspitzen oder zu skandalisieren. Gerade bei komplexen Konflikten wie in Gaza oder der Ukraine könne ein solcher Ansatz neue Perspektiven eröffnen.
Im Anschluss diskutierte das Publikum mit Hanna Israel. Moderiert wurde das Gespräch von Prof. Dr. Jana Hönke aus dem Forschungsnetzwerk Conflicts.Meanings.Transitions. Dabei kamen unterschiedliche und zum Teil auch kritische Perspektiven aus dem Publikum zur Sprache.
Veranstaltungen wie diese schaffen Raum für gesellschaftlichen Austausch und machen zugleich sichtbar, welchen Beitrag die Friedens- und Konfliktforschung zu aktuellen öffentlichen Debatten leisten kann.
Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist online verfügbar.