Logo Universität Bayreuth
Springe zum InhaltZum Footer springen
Logo Universität Bayreuth

Prof. Dr. Jia Hui Lee

Portrait Jia Hui Lee

Jia Hui Lee

Science and Technologie Studies des Globalen Südens

E-Mail: jiahui.lee@uni-bayreuth.de
Telefon: +49 (0)921 / 55-4237

Gebäude GW II Raum 0.10
Sprechstunde nach Vereinbarung

Profil

Wissenschaftlicher Werdegang

Jia Hui Lee ist Juniorprofessor für Science & Technology Studies des Globalen Südens. Seine Forschung konzentriert sich auf die sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen wissenschaftlicher Prozesse und technologischer Innovationen. Mithilfe ethnografischer und historischer Forschungsmethoden untersucht er die Produktion von Wissen, insbesondere an postkolonialen Orten, und wie Menschen Technologien erfinden, erneuern, schwächen und neu denken.

Sein Forschungsprojekt ist eine historisch geprägte Ethnographie verschiedener Begegnungen von Mensch und Nagetier in der zoologischen Forschung, der Tierdressur und der Schädlingsbekämpfung in Tansania. Darin wird untersucht, wie mehr-als-menschliche Begegnungen in Ostafrika entscheidende Orte für die Entwicklung von Theorien und Kritiken sind, die die von Sylvia Wynter beschriebenen gegenhumanistischen (anstelle von posthumanistischen) Vorstellungen des „Menschseins“ im 21. Jahrhundert zeigen. Das Projekt wurde von der Wenner-Gren Foundation und dem British Institute in Eastern Africa gefördert.

Jia Huis Arbeiten und Publikationen beschäftigen sich mit der Geschichte der Nagetierbekämpfung im kolonialen Tanganjika, Multispezies-Ethnographie, Umweltgeschichte und tansanischer Wissenschaft und Technologie. Er ist Mitglied einer internationalen Forschungsgruppe zum Thema "Contested Truths around COVID-19", die die Kontroverse rund um die Forderungen zur öffentlichen Gesundheit durch Akteure der Basis und der Zivilgesellschaft in Ostafrika untersucht. Er ist außerdem Mitherausgeber von Engagement, einer Webseite, die Essays, Fotos, Filme und Interviews zum Thema Umweltanthropologie veröffentlicht. Seine ethnografischen Feldforschungserfahrungen umfassen Sensing-Praktiken in Frankreich, multispezies- und mehr-als-menschliche Beziehungen in Tansania und Gender-/Sexualitätsbewegungen in Malaysia. Er arbeitet auf Englisch, Bahasa Malaysia und Kiswahili.

Vor seiner Zeit an der Universität Bayreuth war Jia Hui Visiting Assistant Professor für Anthropologie am Haverford College in Pennsylvania (Lenapehoking), USA, wo er auch Andrew W. Mellon-Fellow im John B. Hurford '60 Center for the Arts and Humanities war. Im Jahr 2022 erhielt er den Trevor-Levere-Preis der Zeitschrift „Annals of Science“. Er promovierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er ein Walter A. Rosenblith Presidential-Fellow war. Seine Forschung wurde vom MIT Center for International Studies und den MIT International Science and Technology Initiatives unterstützt. Als Paul-Williams-Scholar erwarb er außerdem einen MPhil an der Universität Cambridge und einen BA an der Universität Harvard.

Forschungsschwerpunkte

Prof. Lees Forschungsschwerpunkt liegt auf den Verschränkungen von Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft, insbesondere im Zusammenhang mit Rassismus und Kolonialismus. Er bringt ethnografische Methoden und ein anthropologisches Bewusstsein in die Science and Technology Studies ein, um die sozialen, politischen und ethischen Auswirkungen von Prozessen der Wissensproduktion sowie von technologischen Innovationen im Feld und im Labor zu untersuchen.

Momentan arbeitet er zu den verschiedenen Beziehungen zwischen Mensch und Nagetier im Rahmen von landwirtschaftlichen, wissenschaftlichen und humanitären Projekten in Tansania. Diese Forschung stützt sich auf die Multispezies-Anthropologie und afrikanische Gedanken zum "Menschen". Er schreibt auch darüber, wie tansanische Wissenschaftler*innen mit Aufrufen zur "Dekolonialisierung der Wissenschaft" umgehen oder wie Menschen, die Nagetiere in humanitären Projekten dressieren, Theorien über das Menschsein entwickeln, die den europäischen Humanismus in Frage stellen. Kürzlich hat er auch zu Forschungszwecken die Programmiersprache „Python“ erlernt, um Daten aus Tweets in Kiswahili zusammenzutragen und auszuwerten, die sich mit Dampfinhalation (kujifukiza), einer alternativen Heilmethode während der COVID-19-Pandemie, in Bezug auf aktuelle Diskurse zu postfaktischer Politik auseinandersetzen.

Zu seinen zukünftigen Forschungsinteressen gehören Auseinandersetzungen um künstliche Intelligenz und Gerechtigkeit auf dem afrikanischen Kontinent. 


lädt

Profil

Wissenschaftlicher Werdegang

Jia Hui Lee ist Juniorprofessor für Science & Technology Studies des Globalen Südens. Seine Forschung konzentriert sich auf die sozialen, kulturellen und politischen Dimensionen wissenschaftlicher Prozesse und technologischer Innovationen. Mithilfe ethnografischer und historischer Forschungsmethoden untersucht er die Produktion von Wissen, insbesondere an postkolonialen Orten, und wie Menschen Technologien erfinden, erneuern, schwächen und neu denken.

Sein Forschungsprojekt ist eine historisch geprägte Ethnographie verschiedener Begegnungen von Mensch und Nagetier in der zoologischen Forschung, der Tierdressur und der Schädlingsbekämpfung in Tansania. Darin wird untersucht, wie mehr-als-menschliche Begegnungen in Ostafrika entscheidende Orte für die Entwicklung von Theorien und Kritiken sind, die die von Sylvia Wynter beschriebenen gegenhumanistischen (anstelle von posthumanistischen) Vorstellungen des „Menschseins“ im 21. Jahrhundert zeigen. Das Projekt wurde von der Wenner-Gren Foundation und dem British Institute in Eastern Africa gefördert.

Jia Huis Arbeiten und Publikationen beschäftigen sich mit der Geschichte der Nagetierbekämpfung im kolonialen Tanganjika, Multispezies-Ethnographie, Umweltgeschichte und tansanischer Wissenschaft und Technologie. Er ist Mitglied einer internationalen Forschungsgruppe zum Thema "Contested Truths around COVID-19", die die Kontroverse rund um die Forderungen zur öffentlichen Gesundheit durch Akteure der Basis und der Zivilgesellschaft in Ostafrika untersucht. Er ist außerdem Mitherausgeber von Engagement, einer Webseite, die Essays, Fotos, Filme und Interviews zum Thema Umweltanthropologie veröffentlicht. Seine ethnografischen Feldforschungserfahrungen umfassen Sensing-Praktiken in Frankreich, multispezies- und mehr-als-menschliche Beziehungen in Tansania und Gender-/Sexualitätsbewegungen in Malaysia. Er arbeitet auf Englisch, Bahasa Malaysia und Kiswahili.

Vor seiner Zeit an der Universität Bayreuth war Jia Hui Visiting Assistant Professor für Anthropologie am Haverford College in Pennsylvania (Lenapehoking), USA, wo er auch Andrew W. Mellon-Fellow im John B. Hurford '60 Center for the Arts and Humanities war. Im Jahr 2022 erhielt er den Trevor-Levere-Preis der Zeitschrift „Annals of Science“. Er promovierte am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo er ein Walter A. Rosenblith Presidential-Fellow war. Seine Forschung wurde vom MIT Center for International Studies und den MIT International Science and Technology Initiatives unterstützt. Als Paul-Williams-Scholar erwarb er außerdem einen MPhil an der Universität Cambridge und einen BA an der Universität Harvard.