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Mobilität und Grenzen

Grenzen werden im Alltag als relativ fixe Trennlinien wahrgenommen. Sie stehen für eine spezifische Organisation von Sozialität, etwa in der Form von Staatsgrenzen, aber auch als Grenzen zwischen sozialen Schichten bzw. Kreisen. Fast im Gegensatz dazu gilt Mobilität, gerade in der späten Moderne, als einer der zentralen Motoren der (ständig gesuchten) Veränderungen und Entwicklung(en). Dennoch hängen die beiden Phänomene auch zusammen: Mobilität wird in vielerlei Hinsicht begrenzt und Grenzen sind, kulturhistorisch betrachtet, äußerst mobile Phänomene. Nicht nur Grenzziehungen und ihre Infrastrukturen verändern sich im Laufe der Zeit, sondern auch Praktiken an und mit Grenzen. Das Projekt „Mobilität und Grenzen“ will mit einem kulturwissenschaftlichen Ansatz den Schnittpunkt zwischen zwei bislang kaum verbundene Diskurslinien (empirisch) füllen, jenen zwischen Grenzforschung und Mobilities Studies.