Dr. Adrian Roßner
ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt zum Aufbau einer „Industriekulturregion Nordbayern“

Adrian Roßner, Dr. phil.
Forschungskolleg Franken
am Institut für Fränkische Landesgeschichte
Marktplatz 1
95349 Thurnau
E-Mail: adrian.rossner@uni-bayreuth.de
in der Fränkischen Landesgeschichte
Betreuer: Prof. Dr. Martin Ott
Geordnete Moderne durch industrielle Entwicklung. Impulse der Industrialisierung auf Wirtschaft, Infrastruktur und Gesellschaft im Münchberger Raum
Die Textilindustrie in Oberfranken kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Angefangen von der – meist im Nebenerwerb betriebenen – Handweberei, die ab dem 15. Jahrhundert von der Hohenzollernschen Wirtschaftspolitik profitierte, über protoindustrielle Entwicklungen bis hin zum mechanischen Großbetrieb prägte sie über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Entwicklung (und damit auch Identität) der Landschaft. Da Industrialisierung als ein regionales Phänomen wahrgenommen werden muss, versucht die Analyse, die historische Entwicklung in einem lokal wie zeitlich umgrenzten, historisch gewachsenen Raum nachzuvollziehen und am Ende auf übergeordnete Ebenen zu projizieren. Im Zentrum steht dabei die Stadt Münchberg, die bereits in der protoindustriellen Entwicklung einen eigenen, angeschlossenen Wirtschaftsraum in ihrer direkten Peripherie etablierte. Durch den Bau der Ludwig-Süd-Nord-Bahn 1848, der den Import von Kohle ermöglichte, konnte die Mechanisierung dieser Strukturen vorangetrieben werden, was zu umfassenden Veränderungen führte. Auf wirtschaftlicher Ebene traten relativ bald erste mechanische Fabriken an die Stelle des vorher beherrschenden Verlegersystems, was im zweiten Schritt auch soziale Entwicklungen hervorrief: Aus dem „Handwerker“ des 18. Jahrhunderts wurde so der „Arbeiter“, aus dem „Verleger“ (oder „Fabrikanten“) der „Unternehmer“, der zugleich ein kapitalstarkes Bürgertum etablierte. Darüber hinaus verschoben sich die „Räume“ vom lokalen hin zum transregionalen und schließlich – bei den Großbetrieben der 1880er Jahre – zum globalen Markt. Diese grundlegenden Wechselwirkungen von Mikro über Meso und Makro sollen anhand verschiedener Fragestellungen untersucht werden.
in der Fränkischen Landesgeschichte
Betreuer: Prof. Dr. Martin Ott
Geordnete Moderne durch industrielle Entwicklung. Impulse der Industrialisierung auf Wirtschaft, Infrastruktur und Gesellschaft im Münchberger Raum
Die Textilindustrie in Oberfranken kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Angefangen von der – meist im Nebenerwerb betriebenen – Handweberei, die ab dem 15. Jahrhundert von der Hohenzollernschen Wirtschaftspolitik profitierte, über protoindustrielle Entwicklungen bis hin zum mechanischen Großbetrieb prägte sie über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Entwicklung (und damit auch Identität) der Landschaft. Da Industrialisierung als ein regionales Phänomen wahrgenommen werden muss, versucht die Analyse, die historische Entwicklung in einem lokal wie zeitlich umgrenzten, historisch gewachsenen Raum nachzuvollziehen und am Ende auf übergeordnete Ebenen zu projizieren. Im Zentrum steht dabei die Stadt Münchberg, die bereits in der protoindustriellen Entwicklung einen eigenen, angeschlossenen Wirtschaftsraum in ihrer direkten Peripherie etablierte. Durch den Bau der Ludwig-Süd-Nord-Bahn 1848, der den Import von Kohle ermöglichte, konnte die Mechanisierung dieser Strukturen vorangetrieben werden, was zu umfassenden Veränderungen führte. Auf wirtschaftlicher Ebene traten relativ bald erste mechanische Fabriken an die Stelle des vorher beherrschenden Verlegersystems, was im zweiten Schritt auch soziale Entwicklungen hervorrief: Aus dem „Handwerker“ des 18. Jahrhunderts wurde so der „Arbeiter“, aus dem „Verleger“ (oder „Fabrikanten“) der „Unternehmer“, der zugleich ein kapitalstarkes Bürgertum etablierte. Darüber hinaus verschoben sich die „Räume“ vom lokalen hin zum transregionalen und schließlich – bei den Großbetrieben der 1880er Jahre – zum globalen Markt. Diese grundlegenden Wechselwirkungen von Mikro über Meso und Makro sollen anhand verschiedener Fragestellungen untersucht werden.
- Industriegeschichte und -kultur im oberfränkischen Raum
- Soziale und sozioökonomische Strukturwandlungsprozesse
- Kleinadlige Herrschaftssysteme im nordöstlichen fränkischen Raum
- Archivwesen und -strukturen
- Aspekte der Fränkischen Landesgeschichte mit besonderem Fokus auf die nordostoberfränkischen Regierungsbezirke
- Industriegeschichte und -kultur im oberfränkischen Raum
- Soziale und sozioökonomische Strukturwandlungsprozesse
- Kleinadlige Herrschaftssysteme im nordöstlichen fränkischen Raum
- Archivwesen und -strukturen
- Aspekte der Fränkischen Landesgeschichte mit besonderem Fokus auf die nordostoberfränkischen Regierungsbezirke
seit 2023
Projektkoordinator für das HTA-Wissenschaftszentrum Kloster Speinshart
2022-2023
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fränkische Landesgeschichte
seit 2019
Assoziiertes Mitglied des Forschungskollegs Franken am Institut für Fränkische Landesgeschichte
seit 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ an der Universität Bayreuth (Fachdidaktik des Englischen)
seit 2016
Kreisarchivpfleger des Landkreises Hof, öffentlich bestellt durch das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München
2011-2017
Studium der Europäischen Geschichte und Anglistik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Bayreuth (Erstes Staatsexamen)
seit 2023
Projektkoordinator für das HTA-Wissenschaftszentrum Kloster Speinshart
2022-2023
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fränkische Landesgeschichte
seit 2019
Assoziiertes Mitglied des Forschungskollegs Franken am Institut für Fränkische Landesgeschichte
seit 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ an der Universität Bayreuth (Fachdidaktik des Englischen)
seit 2016
Kreisarchivpfleger des Landkreises Hof, öffentlich bestellt durch das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München
2011-2017
Studium der Europäischen Geschichte und Anglistik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Bayreuth (Erstes Staatsexamen)
- Geordnete Moderne durch industrielle Entwicklung. Impulse der Industrialisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Struktur im Münchberger Raum während der zweiten Hälfte des langen 19. Jahrhunderts, Nürnberg, 2023.
- Aus Münchberg in die Neue Welt. Auswanderung aus Nordostoberfranken nach Nordamerika im 19. Jahrhundert, in: Wolfgang Wüst (Hg.), Industrialisierung einer Landschaft. Der Traum von Textil und Porzellan. Die Region Hof und das Vogtland (Mikro und Makro. Vergleichende Regionalstudien 2), Erlangen 2018, S. 317-344.
- Der Reiter ohne Kopf. Sagen und Volksglauben im Fichtelgebirge, Nürnberg 2017.
- Die Belagerung der Burg Nanstein, in: Ritter, Bauern, Lutheraner. Begleitkatalog zur Bayerischen Landesausstellung 2017, München 2017, S. 215-216.
- Die Holzschnitte von 1523 als Bildbericht des Fränkischen Krieges und der Absberg-Fehde, in: AO (Bd. 95), Bayreuth 2015, S. 69-102.
- Geordnete Moderne durch industrielle Entwicklung. Impulse der Industrialisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Struktur im Münchberger Raum während der zweiten Hälfte des langen 19. Jahrhunderts, Nürnberg, 2023.
- Aus Münchberg in die Neue Welt. Auswanderung aus Nordostoberfranken nach Nordamerika im 19. Jahrhundert, in: Wolfgang Wüst (Hg.), Industrialisierung einer Landschaft. Der Traum von Textil und Porzellan. Die Region Hof und das Vogtland (Mikro und Makro. Vergleichende Regionalstudien 2), Erlangen 2018, S. 317-344.
- Der Reiter ohne Kopf. Sagen und Volksglauben im Fichtelgebirge, Nürnberg 2017.
- Die Belagerung der Burg Nanstein, in: Ritter, Bauern, Lutheraner. Begleitkatalog zur Bayerischen Landesausstellung 2017, München 2017, S. 215-216.
- Die Holzschnitte von 1523 als Bildbericht des Fränkischen Krieges und der Absberg-Fehde, in: AO (Bd. 95), Bayreuth 2015, S. 69-102.
in der Fränkischen Landesgeschichte
Betreuer: Prof. Dr. Martin Ott
Geordnete Moderne durch industrielle Entwicklung. Impulse der Industrialisierung auf Wirtschaft, Infrastruktur und Gesellschaft im Münchberger Raum
Die Textilindustrie in Oberfranken kann auf eine lange Geschichte zurückblicken: Angefangen von der – meist im Nebenerwerb betriebenen – Handweberei, die ab dem 15. Jahrhundert von der Hohenzollernschen Wirtschaftspolitik profitierte, über protoindustrielle Entwicklungen bis hin zum mechanischen Großbetrieb prägte sie über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Entwicklung (und damit auch Identität) der Landschaft. Da Industrialisierung als ein regionales Phänomen wahrgenommen werden muss, versucht die Analyse, die historische Entwicklung in einem lokal wie zeitlich umgrenzten, historisch gewachsenen Raum nachzuvollziehen und am Ende auf übergeordnete Ebenen zu projizieren. Im Zentrum steht dabei die Stadt Münchberg, die bereits in der protoindustriellen Entwicklung einen eigenen, angeschlossenen Wirtschaftsraum in ihrer direkten Peripherie etablierte. Durch den Bau der Ludwig-Süd-Nord-Bahn 1848, der den Import von Kohle ermöglichte, konnte die Mechanisierung dieser Strukturen vorangetrieben werden, was zu umfassenden Veränderungen führte. Auf wirtschaftlicher Ebene traten relativ bald erste mechanische Fabriken an die Stelle des vorher beherrschenden Verlegersystems, was im zweiten Schritt auch soziale Entwicklungen hervorrief: Aus dem „Handwerker“ des 18. Jahrhunderts wurde so der „Arbeiter“, aus dem „Verleger“ (oder „Fabrikanten“) der „Unternehmer“, der zugleich ein kapitalstarkes Bürgertum etablierte. Darüber hinaus verschoben sich die „Räume“ vom lokalen hin zum transregionalen und schließlich – bei den Großbetrieben der 1880er Jahre – zum globalen Markt. Diese grundlegenden Wechselwirkungen von Mikro über Meso und Makro sollen anhand verschiedener Fragestellungen untersucht werden.
- Industriegeschichte und -kultur im oberfränkischen Raum
- Soziale und sozioökonomische Strukturwandlungsprozesse
- Kleinadlige Herrschaftssysteme im nordöstlichen fränkischen Raum
- Archivwesen und -strukturen
- Aspekte der Fränkischen Landesgeschichte mit besonderem Fokus auf die nordostoberfränkischen Regierungsbezirke
seit 2023
Projektkoordinator für das HTA-Wissenschaftszentrum Kloster Speinshart
2022-2023
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Fränkische Landesgeschichte
seit 2019
Assoziiertes Mitglied des Forschungskollegs Franken am Institut für Fränkische Landesgeschichte
seit 2017
Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ an der Universität Bayreuth (Fachdidaktik des Englischen)
seit 2016
Kreisarchivpfleger des Landkreises Hof, öffentlich bestellt durch das Bayerische Hauptstaatsarchiv in München
2011-2017
Studium der Europäischen Geschichte und Anglistik für das Lehramt an Gymnasien an der Universität Bayreuth (Erstes Staatsexamen)
- Geordnete Moderne durch industrielle Entwicklung. Impulse der Industrialisierung auf Wirtschaft, Gesellschaft und Struktur im Münchberger Raum während der zweiten Hälfte des langen 19. Jahrhunderts, Nürnberg, 2023.
- Aus Münchberg in die Neue Welt. Auswanderung aus Nordostoberfranken nach Nordamerika im 19. Jahrhundert, in: Wolfgang Wüst (Hg.), Industrialisierung einer Landschaft. Der Traum von Textil und Porzellan. Die Region Hof und das Vogtland (Mikro und Makro. Vergleichende Regionalstudien 2), Erlangen 2018, S. 317-344.
- Der Reiter ohne Kopf. Sagen und Volksglauben im Fichtelgebirge, Nürnberg 2017.
- Die Belagerung der Burg Nanstein, in: Ritter, Bauern, Lutheraner. Begleitkatalog zur Bayerischen Landesausstellung 2017, München 2017, S. 215-216.
- Die Holzschnitte von 1523 als Bildbericht des Fränkischen Krieges und der Absberg-Fehde, in: AO (Bd. 95), Bayreuth 2015, S. 69-102.
