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Stange zum Fensteröffnen in der Zappehalle

Zwei Bibliotheksmitarbeiterinnen mit einer Stange zum Fensteröffnen


Luisa Hensel und Wiltrud Toussaint sind Angestellte in der Universitätsbibliothek.

Die Universitätsbibliothek ist fester Bestandteil auf dem Campus. Täglich halten sich hier, im Zentrum der Uni, hunderte Studierende auf. Doch nicht immer war die Universitätsbibliothek so einfach zu erreichen, wie es heute der Fall ist.

Erst zwölf Jahr nach Aufnahme des Lehrbetriebs, im Jahr 1987, wurde die Bibliothek ein fester Teil des Campus.

In den Jahren 1975 bis 1987 war ihr Standort noch ein anderer. Als geplantes Provisorium diente ein stillgelegter Teil der Gardinenfabrik Zappe in der Justus-Liebig-Straße. Eine vorher unbenutzte Werkshalle war der Arbeitsplatz eines vergleichsweise kleinen Teams von Bibliotheksangestellten. Der Aufbau dieser Räumlichkeiten war jedoch nicht ausgelegt, für den universitären Bibliotheksbetrieb. Das galt auch für die Klimatisierung des Bereichs.

Wie für eine Werkshalle üblich, waren die Fenster, zu Belichtungs- und Belüftungszwecken, weit oben angebracht. Da die Räume nicht mit Klimaanlagen ausgestattet waren, waren die Fenster die einzige Option den Arbeitsplatz zu belüften. Genau gesagt war das Fenster die einzige Option, denn von allen Fenstern konnte nur eines geöffnet werden.

Um dieses Fenster zu erreichen, gab es nur eine Möglichkeit: Diese besondere Stange. Mit dem Haken an der Spitze musste der Fenstergriff täglich, in fachmännischer Manier, gefasst und gedreht werden. Beim Umzug aus dem Provisorium Zappehalle zog auch die Stange mit ins Zentrum der Universität.

Auch wenn sie heute keinen Zweck mehr erfüllt, erinnert sie daran, wie sich die Universität Bayreuth entwickelt hat.

Zappehalle mit der roten Markierung eines Fensters

Angestellteneingang der Zappehalle
Rot markiert: Einziges Fenster, das mit der Stange geöffnet werden konnte.