Zerbrochene Glashaus-Tasse
M Rossmeier, nichtbinäre*r Student*in der Geographie B.Sc und Sozial- und Kulturanthropologie B.A. sowie Zusatzstudium Intersektionalitätsstudien, aktiv im Glashaus e.V.
Warum hebt jemand eine zerbrochene Tasse auf? M, Student*in der Geographie und Sozial- und Kulturanthropologie, hat dafür einen guten Grund: Die Tasse ist eine „Feldnotiz“ des autoethnografischen Forschens für zwei Studienprojekte. M untersuchte die Glashaus-Kaffeeschichten, indem M diese selbst durchführte und Eindrücke festhielt.
Das Glashaus ist ein selbstorganisierter, studentischer Kulturort. M ist dort seit dem Sommersemester 2024 aktiv und organisiert den „Intersectional Feminist Bookclub“. Wie kam es zur zerbrochenen Tasse?
Vor der wöchentlichen Kaffeeschicht hatte M eine Mail vom Standesamt bekommen: Der Antrag auf Namensänderung im Sinne des Selbstbestimmungsgesetz wurde vorerst abgelehnt. Entsprechend wütend und gestresst begann M die Kaffeeschicht. In der Mischung aus Kaffeeschicht durchführen, Forschungsnotizen erstellen und Stress mit dem Standesamt besprechen, zerbrach die Tasse.
Nun ist die zerbrochene Tasse: Verkörperung der Stimmung des Moments, Objekt für die autoethnografische Forschung und Beispiel für das Glashaus als queeren „safe space“.
Im Glashaus können queere Student*innen wie M Stress abbauen und auf Verständnis stoßen. Der Glashaus e.V. veranstaltet, neben dem Cafébetrieb, regelmäßig Kulturveranstaltungen. Die Einrichtung wird vollständig ehrenamtlich betrieben.
https://www.glashaus.org/
