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Mehrere Männer machen gemeinsam Sport in einer Turnhalle

Machbarkeitsstudie zur Implementierung eines männerspezifiscen Präventionsprogramms im Setting Kurort

Das Forschungsprojekt „Männersache am Kurort“ untersucht die Machbarkeit, Akzeptanz und potenzielle Wirksamkeit eines männerspezifischen Gesundheitssportprogramms im Setting Kurort. Im Zentrum steht die wissenschaftliche Analyse von Implementierungsprozessen, Rekrutierungsstrategien und nachhaltiger Verhaltensänderung bei körperlich inaktiven Männern 50+.

Männer mittleren und höheren Erwachsenenalters stellen in der Bewegungs- und Gesundheitsförderung settingübergreifend eine vulnerable Zielgruppe dar, u.a. weil sie durch klassische Präventionsangebote häufig nur eingeschränkt erreicht. Gleichzeitig bietet das Setting Kurort besondere gesundheitsförderliche Rahmenbedingungen (z. B. infrastrukturelle Ressourcen, zeitliche Entlastung vom Alltag).

Das Projekt knüpft an das bereits evaluierte und zertifizierte Programm „Männersache“ an und überträgt dieses systematisch in ein neues Setting. Dabei wird untersucht, inwiefern settingbezogene Anpassungen die Implementierbarkeit, Akzeptanz und Nachhaltigkeit beeinflussen.

Untersuchungsgegenstand: Interventionskonzept

Die Maßnahme ist zweistufig aufgebaut:

(1) Kompaktwoche im Kurort

Strukturierte männerspezifische Bewegungseinheiten mit edukativen Elementen zur Förderung selbstständiger Bewegungsroutinen kombiniert mit kurortspezifischen Anwendungen (z. B. Thermalbad, Kneipp, Kälte-/Wärmereize, Naturerleben).

(2) Digitale Transferphase (8 Wochen)

Online-gestützte Begleitung mit abnehmender Betreuungsintensität zur Unterstützung der Verhaltensstabilisierung im Alltag.

Förderer: Institut für Kurortmedizin und Gesundheitsförderung am Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)

Projektzeitraum: 2026-2027

Projektziele:

Primäres Ziel des Projekts ist die Prüfung der Machbarkeit und Akzeptanz eines männerspezifischen Präventionsprogramms im Kurortsetting. Dabei wird untersucht:

Ob Männer 50+ erfolgreich für ein kombiniertes Bewegungs- und Gesundheitsprogramm gewonnen werden können

Wie das Programm organisatorisch und strukturell im Kurort umsetzbar ist

Welche Barrieren und Förderfaktoren bei der Implementierung auftreten

Inwiefern gesundheitsförderliche Verhaltensweisen nachhaltig in den Alltag übertragen werden können

Sekundär werden Veränderungen im Bewegungsverhalten sowie im subjektiven Wohlbefinden explorativ untersucht.

Projektleiterin: Prof. Dr. Susanne Tittlbach

Projektmitarbeitende: Tizian Schuck

Kooperationspartner: Siebenquell GesundZeitResort GmbH & Co. KG, Kommunalunternehmen Kurortentwicklung Bad Weißenstadt AdöR