
Projekte und Forschungsarbeiten
Hier finden Sie eine Übersicht über all unsere laufenden sowie abgeschlossenen Projekte und Forschungsarbeiten.
Laufende Projekte und Forschungsarbeiten
Schulkooperationen: Gemeinsam für die Stärkung der Gesundheits- und Bewegungsbildung an den Schulen in Stadt und Landkreis Bayreuth
Bewegung und Sport verstehen wir als wichtigen Baustein für die gesunde körperliche, geistige und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Gemeinsam mit Studierenden und Lehrkräften entwickeln wir Unterrichtskonzepte, Projekte und Best-practice-Beispiele, die wir mit den Schülerinnen und Schülern vor Ort durchführen und evaluieren.
Create YOUR Campus - Universitäres Gesundheitsmanagement: gesund leben, arbeiten und studieren an der Universität Bayreuth
Seit 2014 entwickelt die Universität Bayreuth gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse ein umfassendes Universitäres Gesundheitsmanagement. Ziel ist es, gesundheitsförderliche Bedingungen für Beschäftigte und Studierende zu schaffen und nachhaltig zu verankern.
Wissenschaftliche Befragungen liefern die Grundlage, um Anforderungen und Ressourcen sichtbar zu machen und daraus wirksame Handlungsempfehlungen für eine gesundheitsförderliche Hochschulkultur abzuleiten.
MindMotion: Mentale Gesundheit durch Bewegung und Natur erleben
Das Projekt nimmt die mentale Gesundheit von Studierenden in den Fokus, indem Bewegung und Natur als zentrale Gesundheitsressourcen in den Studienalltag integriert werden. Das Projekt entwickelt und erprobt evidenzbasierte und partizipativ gestaltete Maßnahmen, die Studierende nachhaltig in ihrem Wohlbefinden unterstützen. Ein zentrales Element ist das Co-Creation-Lab, in dem Studierende, Lehrende und verschiedene universitäre Einrichtungen 2026-2027 gemeinsam passgenaue Maßnahmen entwickeln. Dieser partizipative Ansatz soll Impulse für eine Hochschulkultur setzen, in der mentale Gesundheit und Bewegung selbstverständlich zum Studium gehören, sichtbar in der Lehre, auf dem Campus und in der strategischen Weiterentwicklung der Universität Bayreuth.
NEBB-Update: Aktualisierung und Weiterentwicklung der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung

Das von der FAU Erlangen-Nürnberg durchgeführte Projekt NEBB-Update zielt darauf ab, die bestehenden nationalen Bewegungsempfehlungen auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu aktualisieren sowie in sektorspezifischen Arbeitsgruppen unter Einbezug von Akteuren aus Politik, Praxis und Wissenschaft praxisrelevant weiterzuentwickeln.
Wir unterstützen und beraten das NEBB-Projekt, u. a. hinsichtlich der Konkretisierung des methodischen Vorgehens für das Update der wissenschaftlichen Evidenz der Bewegungsempfehlungen - mit einem speziellen Fokus auf gering intensive Bewegung sowie Planetary Health - ebenso wie durch Moderation des partizipativen Beteiligungsprozesses für die Empfehlungen für Bewegungsförderung im Sektor Bildung.
Männersache im Heilbad
Bewegung und Gesundheit stehen im Mittelpunkt des Projekts Männersache im Heilbad. Das zuvor in der Kommune evaluierte Präventionsprogramm Männersache wird nun auf das Kurortsetting übertragen. In einer Kompaktwoche werden männerspezifische Bewegungsangebote mit kurortspezifischen Maßnahmen sowie edukativen Inhalten kombiniert. Die Umsetzung wird in einer Pilotstudie im Kurort Bad Weißenstadt am See 2026 wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Bewegungswelt Oberfranken – aktive und bewegungskompetente Kinder
Der Bayreuther Bewegungscheck untersucht, wie aktiv und fit Grundschulkinder in Stadt und Landkreis Bayreuth sind. Neben motorischen Fähigkeiten wurde im Jahr 2024 und im Jahr 2026 auch Motivation, Selbstvertrauen, Selbstkonzept und Wissen rund um einen aktiven Lebensstil erfasst – zusammengefasst im Konzept Physical Literacy. Ziel der Studie ist es, Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren besser zu verstehen und damit die Bewegungsförderung im Kindesalter wissenschaftlich fundiert weiterzuentwickeln.
Physical Literacy im deutschen Kontext – Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses
Das Projekt verfolgt das Ziel, ein gemeinsames Verständnis von Physical Literacy in Deutschland zu entwickeln. Gemeinsam mit weiteren sportwissenschaftlichen Standorten wird eine konsensbasierte Definition erarbeitet, die zentrale Dimensionen des Konzepts beschreibt und die Besonderheiten der deutschen Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur berücksichtigt.
Aktive Mobilität und visuell-räumliche Fähigkeiten

Das Projekt untersucht, wie aktive Mobilität wie Gehen und Radfahren zur Schule oder im Alltag sowohl die körperliche als auch die räumlich-kognitive Leistungsfähigkeit fördern kann. In mehreren Studien mit Kindern und Erwachsenen in Deutschland und Australien wird erforscht, welche Formen aktiver Fortbewegung besonders wirksam sind und wie sich Veränderungen im Mobilitätsverhalten auf die Gehirnaktivität und kognitive Funktionen auswirken. Ziel ist es, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die zu wirksameren Strategien für gesundheitsfördernde Bewegung und geistige Leistungsfähigkeit beitragen.
Bewegung und kognitive Leistungsfähigkeit

Hierbei wird untersucht, wie regelmäßige Bewegung und kurze Bewegungspausen in Schulen, Hochschulen und Unternehmen zentrale kognitive Funktionen wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktionsgeschwindigkeit beeinflussen. Mit einem Fokus auf Public Health werden unterschiedliche Bewegungsformate analysiert, um zu verstehen, welche Maßnahmen besonders wirksam sind und wie sie sich nachhaltig in Bildungs- und Arbeitsalltage integrieren lassen. Ziel ist es, evidenzbasierte Strategien zu entwickeln, die sowohl kognitive Leistungsfähigkeit als auch Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft stärken.
Mentale Stärke im Sport
Hierbei wird erforscht, wie mentale Stärke im Sport – vom Amateur- bis zum Leistungsniveau – verlässlich messbar und weiterentwickelt werden kann. Mit einer Kombination aus quantitativen und qualitativen Verfahren sowie mehreren ergänzenden Kleinprojekten mit Praxispartnern liegt der Schwerpunkt darauf, objektive Messinstrumente zu verbessern und mentale Leistungsfaktoren präziser abzubilden. Ziel ist es, mentale Stärke sichtbarer zu machen, um sowohl sportliche Leistung als auch Wohlbefinden, Zufriedenheit und langfristige Bindung zum Sport nachhaltig zu stärken.
Mentales und Psychoregulatives Training im Sport
Hierbei wird untersucht, wie in schnell wachsenden Trendsportarten wie CrossFit und Hyrox mentale und psychoregulative Trainingsmethoden eingesetzt werden – Bereiche, in denen es trotz hoher Wettkampfdynamik oft an grundlegender mentaler Ausbildung fehlt. Mit einem Mixed‑Methods‑Ansatz aus Fragebögen, Interviews und kleinen Experimenten werden aktuelle Praktiken, typische Barrieren und mögliche Wirkmechanismen erfasst. Ziel ist es, besser zu verstehen, wie Hobby‑Sportler*innen, die rasch in den Wettkampfmodus wechseln, mental gestärkt und nachhaltiger unterstützt werden können.
Abgeschlossene Projekte
Handlungsmöglichkeiten für einen aktiven Lebensstil: Ein Forschungsnetzwerk für interaktiven Wissensaustausch in der Gesundheitsförderung (Capabilities for active lifestyle: An interactive knowledge-to-action research network for health promotion) (2015-2022).
Kapazitätsaufbau im Gemeindesetting: Förderung der Teilnahme von Männern 50+ an Angeboten für körperlich-sportliche Aktivität durch Stärkung der Rolle von Schlüsselpersonen in der Gemeinde (Teilprojekt im BMBF-Forschungsverbund CAPITAL4HEALTH)
Gesundheit im Sportunterricht. Implementation und Evaluation in Schule und Lehrerbildung (Teilprojekt im BMBF-Forschungsverbund CAPITAL4HEALTH)
Ziele
Das Gesamtziel des Teilprojekts Health.edu ist die nachhaltige Entwicklung sportbezogener Gesundheitskompetenz von Schülerinnen und Schülern. Teilziele beziehen sich auf (1) die Implementation des Themas Gesundheit in den Sportunterricht und die Sportlehrerbildung, (2) die Evaluation der entwickelten methodisch-didaktischen und strukturellen Maßnahmen sowie der Wirksamkeit und (3) auf die Entwicklung von Best-Practice-Unterrichtsbausteinen.
Website
Erzielte Ergebnisse
In Health.eduPLUS kooperativ mit Sportlehrkräften, Schulleitung, Schüler:innen und Wissenschaftler:innen entwickelte Unterrichtsentwürfe zum Thema Gesundheit im Sportunterricht.
Projektzeitraum
- Phase 1: 01.04.2015 bis 31.03.2018
- Phase 2: 01.04.2018 bis 30.06.2021
Finanzierung
Forschungsverbund CAPITAL4HEALTH besteht aus sieben Teilprojekten mit nationalen und internationalen Partnern.
Gesamtziel
Erforschung und Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile in unterschiedlichen Settings (Kindergarten, Schule, Betrieb und Gemeinde) durch Verbesserung der individuellen Kompetenzen sowie der organisatorischen Strukturen.
Teilprojekt Health.edu
Kooperationsprojekt zwischen den Universitäten Bayreuth, Erlangen-Nürnberg und Augsburg (Gesamtprojektleitung: Prof. Dr. R. Sygusch FAU Erlangen-Nürnberg)
Projektleiterin UBT
Prof. Dr. Susanne Tittlbach
Projektmitarbeiterin UBT
Dr. Katharina Ptack (vorm. Heß) 2014-2022
Kooperationspartner
- Politik: Bayerisches Staatsministerium BKWK, Ministerialbeauftragte (Realschule, Gymnasium) der Regierungsbezirke Mittelfranken und Schwaben
- Schule/Sportunterricht: Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth und Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth
Untersuchungsdesign
Entwicklung und Implementierung von Unterrichtsbausteinen: kooperative Planung und Umsetzung eines schuleigenen Konzepts im Sportunterricht über 15 Monate
Prozess- und Ergebnisevaluation:
- Bestandsaufnahme vor Intervention: Analyse der Umsetzung fachdidaktischer und curricularer Ansprüche im Sportunterricht
- Implementation: Orientierung an transdisziplinärer Forschung mit dem Ziel des interaktiven Wissensaustausches zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus der Sportwissenschaft, der schulischen Praxis (Sportlehrkäfte, Schulleitungen, Schülerinnen und Schülern) und der Bildungsverwaltung (Staatsministerium, ISB); umfasst die Schritte (1) Planung, (2) Umsetzung der geplanten Maßnahmen und (3) Sicherung der Nachhaltigkeit.
- Follow-up-Untersuchung während bzw. nach der Implementation: Analyse der nachhaltigen Umsetzung geplanter Maßnahmen
Datenerhebung:
Dokumentenanalyse Lehrplan plus (Grundschulen), Fragebogen zur Erfassung sportbezogener Gesundheitskompetenz bei Schülerinnen und Schülern, videogestützte Unterrichtsbeobachtung im Sportunterricht, problemzentrierte Stimulated-Recall-Interviews mit SportlehrkräftenDatenauswertung:
Qualitative Inhaltsanalyse bzw. deskriptive und inferenzstatistische DatenauswertungEin Projekt zur Erhöhung der Qualität der Lehrerbildung in Bezug auf fachliche und kulturelle Diversität (2016-2023)
Das Projekt „Students BeWegt 2.0“ zielt darauf ab, die Alltagsbewegung der Studierenden an der Universität Bayreuth zu erhöhen, das Sitzverhalten an der Hochschule zu reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit sowie das subjektives Wohlbefinden zu verbessern.
Im Zeitraum 2022 - 2024 fand das Projekt Healthy Education in Kooperation mit der AOK Bayern statt. Ziel war der gezielte Aufbau eines studentischen Gesundheitsmanagements sowie die Weiterentwicklung bereits etablierter Maßnahmen.
Die Umsetzung des Projektes erfolgt als Pilotprojekt an zwei bayerischen Universitäten: Universität Bayreuth (13.000 Studierende) und Universität Regensburg (21.500 Studierende) in den Jahren 2018 und 2019. Die beiden Universitäten verfügen über Gemeinsamkeiten, aber auch bestimmte Unterschiede.
Es soll eine kooperative Planungsgruppe pro Hochschule eingeführt werden und eine Informationsveranstaltung sowie weitere Kommunikationsmaßnahmen für einen Ideenwettbewerb geben, um die Studierenden für das Thema zu sensibilisieren. Inwieweit eine bewegungsfördernde Maßnahme an einer Hochschule mit/ohne begleitenden Ansatz zur Gesunden Hochschule implementiert werden kann, soll Teil der Evaluation werden.
Zielsetzung
Erhöhung der körperlichen Aktivität und Reduzierung der sitzenden Tätigkeit bei Studierenden
Projektzeitraum
März 2018 - Dezember 2020
Finanzierung
Techniker Krankenkasse
Einbindung
Kooperationsprojekt SmartMoving im Gesamtprojekt „Ernährungsverhalten und seine Folgekosten in Bayern“
Projektleitung
Prof. Dr. Susanne Tittlbach, Prof. Dr. Claas Christian Germelmann, Dr. Sascha Hoffmann
Projektmitarbeiterin
Jessica Helten (vorm. Horter)
Kooperationspartner
Techniker Krankenkasse, Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn), Universität Bayreuth, Universität Regensburg
Theoriefelder
Gesundheitswissenschaft, Kommunikations-/Informationswissenschaft, Sportmedizin, Sportpädagogik, Sportpsychologie
Themenfelder
Körperliche Alltagsaktivität im Setting Hochschule, Bewegung im Alltag, Verhaltens- und Verhältnisprävention
Inhaltliche Ziele
Primäres Ziel des Kooperationsprojektes SmartMoving ist eine Erhöhung der körperlichen Aktivität im Setting Hochschule, v.a. durch eine Steigerung der Alltagsbewegung in der Hochschule, aber auch durch eine Reduzierung des so genannten „Sedentary Behaviour“ („sitzendes Verhalten“). Angesprochen wird dabei die Zielgruppe der Studierenden. In einem partizipativen Prozess werden zusammen mit Hochschulangehörigen und Zielgruppenvertretern Maßnahmen zur Bewegungsförderung entwickelt, die an die Bedürfnisse der jeweiligen Hochschule angepasst sind. Angedacht ist, v.a. zu verhältnisorientierten Ansätzen sowie zu Nudging anzuregen. Der Prozess wird an den Universitäten Bayreuth und Regensburg implementiert. Die Ergebnisse des Vorhabens sollen publiziert und einem breiten Interessentenkreis mit dem Ziel einer Umsetzung auch in anderen Settings zur Verfügung gestellt werden.
Untersuchungsdesign
Empirische Untersuchung, quantitatives Untersuchungsdesign, Längsschnittstudie
Datenerhebung
Standardisierte schriftliche Befragung der Zielgruppe sowie quantitative Methoden: Ein Convenience Sample von ca. 300 Studierenden pro Universität (Bayreuth und Regensburg) wird per quantitativer Fragebogenerhebung von der Universität Bayreuth befragt. An einer Subpopulation von jeweils ca. 30 Studierenden pro Universität wird eine differenziertere Erfassung der körperlichen Alltagsaktivität mittels Actigraph Geräten sowie die Erfassung der Körperzusammensetzung mittels Bio-Impedanz-Analyse durchgeführt.Datenauswertung
Deskriptive und inferenzstatistische Datenauswertung